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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Erfolgreiche Brut mit Wachteleiern aus den Supermarkt!
#1BeitragVerfasst: 23. Okt 2018 16:34 

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Mit zwei Anläufen bin ich jetzt auch Besitzer von Wachtelküken! Bei meinen ersten Anlauf machte ich sehr grobe Fehler! Ich war völlig unwissend! Ich wußte nur über die Bruttemperatur etwas und glaubte, daß dieses ausreichend sei! Ich besorgte mir eine Packung aus 12 Wachteleiern vom Supermarkt (Kaufland) und legte sie in eine kleine Box mit feuchten Küchenpapiertüchern. Ein Thermometermeßfühler kam hinzu und die Box legte ich einfach auf die Zentralheizung! In Tücher eingewickelt konnte ich eine Temperatur von 37,6° C einstellen. Doch die Temperaturen schwankten ein wenig zwischen 36.9 und 38.3 Grad Celsius. So dachte ich mir auch nichts dabei. Ich wußte noch nicht, daß diese Schwankungen schon zu viel waren! Ich nahm an, in der Natur treten ebensolche Schwankungen auf, besonders wenn die Henne das Nest kurzzeitig verläßt. Doch einmal wurde es über 40° C warm. Damit hatte ich die Brut ungewollt gekillt! Ich öffnete die Eier und 7 davon waren befruchtet gewesen! Die Embryonen waren noch sehr klein. Von da an wußte ich, daß man auch Wachteleier vom Supermarkt erfolgreich bebrüten kann. Was ich jedoch nicht zu dieser Zeit wußte, daß man die Eier nach dem vierten Tag drei- bis viermal mal täglich bis zum 15. Tag um 180° drehen muß, wo man am Besten ein Buch darüber führt, damit die Embryonen nicht an der Eierschale festwachsen. So machte ich einen zweiten Anlauf. Zuvor jedoch baute ich aus sehr dicken Styrophorplatten einen Inkubator. Es wurden mehrere Schichten Styrophorplatten verwendet um eine gute Wärmeisolierung zu gewähren. Der Boden bestand aus 4 Schichten und in die oberste Bodenplatte wurde mit einen heißen Löffel Mulden für die Eier hinein geschmolzen, damit sie nicht umher rollen. Mit einer Infrarotlampe wurde die Box beheizt. Die Lampe wurde mit einen Spannungsregler versehen, damit man die Temperatur einstellen kann. Da die Styrophorplatten mit einen Styrophorkleber verklebt wurden, mußte ich drei Wochen warten, bis alle Lösungsmitteldämpfe verflogen waren. So konnte ich in der Zwischenzeit noch ein Hygrometer besorgen und hatte Zeit, im Internet mich in dieses Thema der Wachtelaufzucht einzulesen! Beim Supermarkt holte ich diesmal zwei Packungen Eier, da mein Inkubator ein größeres Volumen hat, damit die Temperatur nicht mehr als um 0.5° C schwankt. Ein PC-Lüfter sorgt für die Durchmischung der Luft und für eine gleichmäßige Temperaturverteilung, da Küchentücher, mit denen ich die Eier abdecke, doch einen erheblichen Temperaturunterschied verursachen können. Die Küchentücher kann man anfeuchten, um die notwendige Luftfeuchtigkeit von 55% bis 60% anfangs zu erreichen und kurz vor dem Schlüpfen auf 80% oder vielleicht mehr zu steigern. Bevor ich jedoch mit den Brüten anfing, wurde eine Brutvorgang mit Murmeln simuliert. Beim Wenden der Eier (Murmeln) jedoch sank die Temperatur stark ab und es brauchte mehr als zwei Stunden, um sich bei 37.6° wieder ein zu pendeln. Das dauerte einfache zu lange! Um dieses zu beschleunigen, steckte ich den Stecker der Infrarotlampe um, so daß mit voller Kraft innerhalb von 5 Sekunden die erforderliche Temperatur erreicht werden konnte. Danach kam der Stecker wieder an den Spannungsregler! Nachdem die Bruttemperatur justiert, ein Simulationsgang durchgeführt wurde, legte ich markierte Wachteleier in diesen Inkubator. Die Markierung diente zur korrekten Drehung der Eier. Die ersten vier Tage wurde nichts angerührt. Danach wurden die Eier bis zum 15. Tag gewendet täglich viermal gewendet und die Luftfeuchtigkeit entsprechend eingestellt.

Nach 17 Tagen schlüpften die Küken. Es waren 15 Stück von 24 Eiern! Nun bin ich heute auf dieses Forum gestoßen, da ich im Internet kaum Informationen über Wachtelkükenfutter finden konnte, was die Zusammensetzung betrifft, weil sonst fast überall Fertigfutter - und dieses auch nur über das Internet - angeboten wird. Mich interessiert es jedoch, wie man es selber mischen kann. Ich möchte den Wachteln möglichst frisches Futter anbieten! Wie ich in diesen Forum feststellen konnte, sind bei den im Handel verfügbaren Bruteier in gleicher durchschnittlichen Anzahl befruchtet, wie die Supermarkteier, die angeblich von frei umher laufenden Wachteln stammen sollen. Vielleicht habe ich aber mit 15 Wachtelküken einfach Glück gehabt und es könnten durchaus weniger sein. Nach zwei Brutversuchen kann ich noch keine konkrete Aussage über die durchschnittliche Anzahl der befruchteten Eier in Packungen aus den Supermarkt machen!

Da ich selbst tierische Nahrungsmittel nicht vertragen und später Wachteleier ebenso nicht essen kann, habe ich festgestellt, daß die Wachteln genau das fressen, was ich selber zum Leben benötige. Ich kann also mein Essen mit den Wachteln teilen! Da ich wegen der Unverträglichkeit seit meiner Geburt (eigentlich schon im Mutterleib) eine sehr heftige Aversion gegen tierische Nahrungsmittel habe, so denke ich, daß der Appetit den Bedarf an entsprechenden Nahrungstoffen regelt - zumindest ist es bei mir so! Die Wachteln haben sicherlich ebensolche Instinkte wie ich und einen Appetit, wo sie sich genau das aus den Futter heraus suchen, was sie zur Zeit und Entwicklungsstufe benötigen, sofern ihnen es zur Verfügung steht. Meine Wachteln sind erst vor zwei Tagen geschlüpft und sie bekommen jetzt eine Mischung aus Mohn-, Brennessel-, Amaranth-, Quinoa- und Löwenzahnsamen. All diese Samen sind sehr proteinhaltig und sie dürfen sich das aussuchen, was ihnen am Besten schmeckt. In ein paar Tagen werde ich für sie auch Hühnereier kochen, die ich selbst aber nicht verspeisen kann! Dann werden Luzernesprossen, Bierhefe, Oregano, Amaranthsprossen, kleinsamige Quinoasprossen als Vitamin- und Proteinbomben hinzukommen, um sie so durch den Herbst und Winter zu bekommen, da zur Zeit Brennesseln langsam nicht mehr in der Natur verfügbar sind. Das Futter werde ich also selber mischen aus Weizen, Hirse, Hafer, Hanf, Quinoa, Amaranth, Mais, Brennesselsamen, zerstoßene Nüsse etc. und von dem Gemüse und Obst, was ich selbst verspeise! Für den Knochen- und Eierschalenaufbau bekommen sie besonders kalkhaltiges Mineralwasser und Kalkpulver. Ich denke, daß müßte funktionieren, wenn sie einmal größer sind! Jetzt warte ich auf ihre Erfahrungen und Ratschläge bzw. Resonanz!


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