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 Betreff des Beitrags: Re: Schlachtung
#31BeitragVerfasst: 5. Apr 2015 22:35 
Leithenne
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Mir fällt hacken leichter als schneiden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlachtung
#32BeitragVerfasst: 6. Apr 2015 01:16 
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Tara hat geschrieben:
Dann greift man mit der linken Hand eine Wachtel, umfasst dabei die Flügel gut, damit sie am Körper anliegen und das Tier nicht flattern kann, und hält sie mit dem Kopf nach unten.

Ich nehme sie lieber mit der rechten Hand und halte den Kopf nach oben. Das findet sie auch weniger ungewöhnlich. Hand zu mir gewandt, daß die Wachtel mich anschaut. Dann blitzschnell von mir weg die Wachtel mit dem Hinterkopf auf die Tischkante hauen. Ruhig kräftiger als man für nötig hielte, eine tote Wachtel ist allemal besser als eine mit Kopfschmerzen.
Man kann das vorher üben, indem man ohne Wachtel mit dem ausgestreckten Daumen der Faust die Tischkante zu treffen versucht. (Handrücken von sich weg und beim Treffen dann nach unten weisend)

Zitat:
Nun die Wachtel auf den Klotz legen und mit einem Beilhieb den Kopf vom Körper trennen.

Ich mag den blutigen Halsstummel beim Rupfen nicht. Außerdem will ich den Hals möglichst lang, wie später verständlich werden wird.

Zitat:
Der Körper kommt in eine Schüssel

Und da auszappeln lassen? Nee:
Aus einer halben Fantaflasche einen Schlachttrichter bauen, betäubte Wachtel kopfüber rein, Schnabel fassen (oder Kopf mit Zeigefinger unterm Kinn und Daumen auf dem Kopf), und gleich hinterm Kopf die Halsschlagadern (beide!) durchstechen. Klinge quer zum Hals. Zügig und zielstrebig arbeiten, die betäubte Wachtel ist da schon nicht mehr auf dieser Welt, und nochmal wachwerden soll sie ja nicht. Nur am Schnabel festhalten vermindert die Selbstverletzungsgefahr signifikant bei so einem kleinen Köpfchen.

Bild
Bei der Kleinheit der Wachtel ggü. einem Huhn geht das Stechen am besten mit einem Skalpell mit Klinge 24. Die Klinge muss auf der anderen Seite rausschauen, beide Seiten müssen stark bluten, notfalls ein wenig schneiden (Klinge zum Rückgrat gewandt). Skalpell etwas drehen vor dem dem Rausziehen. Wenn aus dem Schnabel kein Blut kommt, ist die Speiseröhre und somit meist auch die Luftröhre unverletzt. Ein betäubtes Tier atmet, und wenn das unterbunden wird, weil Blut die Luftröhre blockiert, wird das mit Gezappel quittiert, auch ohne Bewusstsein. Ebenso bei der Trennung des Rückenmarks beim Kopfabhacken. Ohne beides blutet das Tier 'entspannt' aus und erst bei Entritt des Todes erfolgen wenige Zuckungen.

Zitat:
Vom Arbeitsablauf her ist es sinnvoll, erst alle Tiere zu schlachten und sich dann ans Rupfen zu machen.

Ich mach immer zwei (mit zwei Schlachtrichtern), und die dann jeweils ganz fertig.

Zitat:
Zum Brühen: Nun benötigt man einen großen Topf mit heißen Wasser (es sollte nicht mehr kochen, so 75-80 Grad sind prima)

Bei Verwendung einer Rupfmaschine nicht mehr als 65 Grad, sonst geht meist die Haut kaputt:

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Zitat:
Den Hals und die Luftröhre entfernen (für den Hund aufheben…).

Schad drum! Am Hals ist meistens Fett, das die Suppe lecker macht.

Zitat:
Dann die Kloake mit dem Messer ca. 3 cm erweitern

Hab ich so ja noch nie gehört! Man ist doch froh, wenn die zu bleibt. Deswegen die Todgeweihten am Schlachttag hungern lassen. Da man (ich) beim Ausnehmen eh kaum in das Vögelchen reinkommt, schneide ich die Rücken raus, wie der in diesem Video das mit der abgezogenen Wachtel macht.
Vorher schneide ich den Kopf mit einer Rosenschere im Nacken ab, damit der Hals möglichst lang bleibt. Haut zwischen Brustbein und Hals trennen, nach Rausklappen des Rückgrats, an dem dann die meisten Innereien hängen, auch unterhalb der Kloake. Man schneidet bei dieser Methode mit der Schere durch die Lungen, bekommt die aber so auch leicht rausgepult, was beim normalen Ausnehmen oft nicht richtig klappt, und dann schmeckt die ganze Wachtel nach Leber, wenn vorm Zubereiten nochwas drin war.

Das Rückgrat befreie ich von den Innereien (und Resten der Lungen!) wobei auch die Röhren aus dem Hals gezogen werden, und am Schlachttag gibt es eine leckere Suppe aus den gesammelten Rücken.
Die Wachteln sehen zusammengesetzt wieder ganz normal aus:

Bild
Und für dieses Rezept müsste ich sie eh hinten aufschneiden.
(sehr lecker!)

...man erkennt hier die Links sehr schlecht: Das Wort 'Rezept' und oben das Wort 'Video' sind mit Links versehen.

Sigi

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlachtung
#33BeitragVerfasst: 6. Apr 2015 07:11 
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Wow, hast du die mit der erwähnten Maschine gerupft?


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlachtung
#34BeitragVerfasst: 6. Apr 2015 17:43 
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sollberger.be hat geschrieben:
Wow, hast du die mit der erwähnten Maschine gerupft?

Ich hatte aus einem IKEA-Eimer eine nachgebaut, da ich ohnehin ein Winkelgetriebe rumliegen hatte, und die betreibe ich mit dem Akkuschrauber.
Nur die kleinen Rupffinger waren schwer zu beschaffen, schlussendlich bei einem Ebayer aus der Ukraine. Ich möchte das Ding nicht mehr missen, denn ich hasse nasse Federn an den Händen, und den Geruch muss ich auch nicht länger als unbedingt nötig haben. Bis auf ein paar Schwung- und Schwanzfedern macht sie jeweils zwei Wachteln zusammen in knapp einer Minute blitzeblank.

Sigi

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlachtung
#35BeitragVerfasst: 6. Apr 2015 20:55 
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 Betreff des Beitrags: Re: Schlachtung
#36BeitragVerfasst: 8. Apr 2015 23:44 
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Kannst du ein foto von deiner Rupfmaschine einstellen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlachtung
#37BeitragVerfasst: 9. Apr 2015 01:46 
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lancie93 hat geschrieben:
Kannst du ein foto von deiner Rupfmaschine einstellen?

Eins wird nicht reichen, um sich ein Bild zu machen:

Bild

Der Selbstbau wird aber auch nicht arg viel billiger als die im Link genannte.
Befriedigt halt das Frickelbedürfnis. Nochmal würde ich es nicht machen.
Die Beine sind übrigens von einem alten Blumentopfständer.

IKEA-Eimer hatte ich extra dafür gekauft:

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Winkelgetriebe lag aber noch rum:

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Ich muß erwähnen, daß ich zum Umgestalten des Bohrfutters in eine Aufnahme für die Drehscheibe eine Drehbank benutzte.
Die Scheibe wurde aus einem Resopal-Tablett gesägt, Anordnung der Rupffinger (Auswuchtung) beim Original abgeguckt:

Bild

Ich hätte die Scheibe etwas größer machen sollen.
Die untere Reihe Rupffinger in der Wandung sollte auf Höhe der Spitzen jener auf der Scheibe sein. Hatte ich zuerst nicht, da hat die Maschine 'Wachteln gefressen'; musste die Scheibe höher setzen.

Kleine Rupffinger scheint es nach wie vor nur in der Ukraine zu geben, 49 hab ich verbaut:

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Da die Wandung der Tonne zu dünn ist, wurden noch Dichtungen aus dem Sanitärbereich beigelegt:

Bild

Zwanzig Wachteln hintereinander (immer zwei zusammen) verkraftet sie locker, ohne Federn entfernen zu müssen. Dafür kann ich dann die Scheibe abschrauben. Hab innen einen Kragen um das Loch geklebt, wo das Getriebe reinragt, damit nicht gleich Wasser von den nassen Federn rausläuft.

Hier noch die Befestigung des Winkelgetriebes unterm Boden:

Bild

Normaler Akkuschrauber hat grad die richtige Drehzahl.

Sigi

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlachtung
#38BeitragVerfasst: 9. Apr 2015 07:17 
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 Betreff des Beitrags: Re: Schlachtung
#39BeitragVerfasst: 9. Apr 2015 07:49 
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So geil! Hut ab. Mir fehlt einfach die Begabung zum basteln. Kosten dann hinterher deutlich mehr als wenn ich's gekauft hätte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlachtung
#40BeitragVerfasst: 9. Apr 2015 08:07 
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Das ist echt super!!!

Nur mal für mein Verständniss (sorry hab auch noch keine gekaufte Rupfmaschine in Aktion gesehen), die untere Scheibe dreht sich und du legst die Wachteln in den Eimer und dann werden sie durch das drehen der unteren Scheibe gerupft?

Vom Bastelaufwand währe es jetzt für mich weniger das Problem, außer den Rupffingern hätte ich sogar alles da.
Winkelgetriebe vom kleinen Akkuschrauber bis zur großen Schlagbohrmaschine mit SDS aufnahme, da ist eher die Frage wieder an dich, was für ein Akkuschrauber, ich nehme mal an das z.B. die Festool doch zu stark sind, die haben eine wesentlich höhere Drehzahl als z.B. ein Bosch grün.

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